Kleingartenverein Aligse e.V. "Im Wiesengrund"

Auch heute noch muss ein Kleingarten zum Anbau und zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen zur Deckung des Eigenbedarfes genutzt werden

Laut BGH-Urteil aus dem Jahre 2004 ist der Anbau von Obst und Gemüse im Kleingarten in nicht nur untergeordnetem Umfang erforderlich. Wir erwarten daher in unserer Kleingartenkolonie eine kleingärtnerische Nutzung von mindestens 10 % der Pachtfläche (Durchschnittlich 60 m²), davon sind wiederum im Minimum die Hälfte mit jährlich wechselnden Gemüsekulturen zu bewirtschaften.

Macht also letztlich ganze 30 qm dringend erforderliche Gemüsebeetfläche.

Die eine Hälfte der erforderlichen 60 qm, sprich 30 qm dürfen mit Dauerkulturen belegt werden, d.h. Erdbeeren, Rhabarber, Topinambur sowie Spargel oder mehrjährige Kräuter.

Damit viele Gartenfreund*innen dieses Minimum erfüllen, zeigen wir hier wie die 30 qm Gemüsebeet geschickt bestückt werden können.

Das nun Folgende sind alles Beispiele, die sich alle individuell zusammenstellen können. Je nach Geschmack und Gusto sowie kulinarischer Vorlieben.

Als erste Kultur bieten sich zwei Zucchinis an, damit sind gut 4 qm bequem belegt. Diese können weitläufig mit Tagetes oder Ringelblumen zwecks Reduzierung von unerwünschten Beikräutern und als Pflanzenschutzmaßnahme umrandet werden. Auch Salate können drumherum stehen, ohne dass die Opfer von Mitfressern werden. Beste Lückenfüller sind auch Turbo-Kulturen wie Radieschen oder Spinat.

Als Nächstes bieten sich zwei Reihen Kartoffeln an, die jeweils an den äußeren Rändern eines Beetes in optimaler Breite von ca. 1,20 m verlegt werden können. In der Mitte zwischen den zwei Reihen lässt man großzügig Platz frei und nutzt den Boden für das zweite Anhäufeln. Dadruch kann man dort nämlich mittig danach eine schöne Reihe an Buschbohnennestern legen, die durch die Aufzucht in der quasi Kuhle keine Rankehilfen benötigen. So kann man locker weitere 8 bis 10 qm Gemüseanbaufläche nutzen. Auf zwei mal fünf Meter Beet-Länge braucht man dafür nur ungefähr 30 Saatkartoffeln.

Darauffolgend bieten sich zwei Kürbisse an, da diese pro Stück eigentlich ca. 6 bis 8 qm Boden benötigen und super abdecken, sofern man kein Rankgerüst nutzt. Und schon kann man erneut 12 bis 16 qm Ackerfläche bestücken. Wer mag, setzt dazwischen an Rankestangen jeweils ein paar Nester von Zuckererbsen. Die muss man im Gegensatz zu Erbsen nicht auspuhlen.

Oder vorgezogenen Mais, der bietet sich hier ebenso an. Beim Mais kann man den wiederum als Rankhilfe für Stangenbohnen nutzen.

Eine weitere Alternative ist Mangold. Wesentlich knackiger als Spinat kann man mit ihm die Randbereiche von Beeten gut bestücken, da er Schnecken abhält. Außerdem ist er zweijährig und man kann ihn über den Winter stehen lassen. Und schon wieder hat man sich Arbeit gespart und 4 qm gefüllt. Die Beet-Fläche mittig kann im Winter gut mit Anti-Unkraut-Folie abgedeckt werden. Ein Tipp, den alle beherzigen sollten, die sich im nächsten Frühjahr nicht allzu viel Arbeit machen möchten. Abdecken, durchhacken, minimal Beikräuter entfernen und fertig ist das Beet.

Eine andere, schöne Alternative ist ein mit Weidengeäst umrandetes etwa 4 qm Beet mit einer Mischung aus Bienenblumen und einjährigen Küchen- sowie Heilkräutern. Das wächst und pflegt sich von allein! Ein zweiter, äußerer Ring kann dann für Kohlköpfe, Rote Bete, div. Rübensorten und / oder Kohlrabi genutzt werden. So hat man geschickt erneut gut 8 bis 10 qm Fläche bestückt. Denkt daran, dass man Kohl nur alle vier Jahre an dieselbe Stelle setzen kann bzw. sollte. Im Herbst bietet es sich an, die leeren Flächen mit Feldsalat und Winter-Portulak sowie ggf. Löffelkraut zu besäen. Das sichert die Vitamine und verhindert die Verwilderung der Fläche.

Ein Tomatenhaus kann man gut mit 5 bis 6 Tomatenpflanzen bestücken und rundherum noch ein paar Paprikas und / oder Chillis setzen. Das wären die nächsten genutzten 4 qm. Gurken setzt man jedoch entgegen landläufiger Meinung besser gleich ins Gewächshaus.

Weitere zweijährige Kulturen sind übrigens Knollenziest, Schwarzwurzel, Pastinake, wilde Rauke, Etagenzwiebeln oder Ewiger Kohl sowie Erdmandel, Artischocke und Baumtomate.

Es ist also gar nicht mal so schwer und überhaupt kein Hexenwerk.

Selbstverständlich erhaltet ihr auf Anfrage bei uns auch ergänzende Tipps für eure individuelle Bepflanzung und / oder die Dauerbepflanzung der anderen Hälfte Spatenland. Natürlich dürft ihr auch euer gesamtes Land für den Gemüseanbau nutzen.

Gerne stehen wie euch auch zur Begehung eurer Flächen samt praktischer Ratschläge zur Umsetzung zur Verfügung.

Kontakt:

Gartenfachberaterin: Manuela Kirsch, Garten-Nr. 32

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